Über uns

Vereinsgeschichte

(Quelle: Werner Altmann, ehemaliger Vorsitzender)

Nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1946 wollte die Gemeinde Schönbrunn in der Nähe des Dorfes eine Schrebergartenanlage aufbauen, doch es fehlte am geeigneten Land.

Im Jahr 1947 stellte der damalige Bauer Martin Ritter das Land, ca. einen Hektar zur Verfügung und bekam dafür Austauschland (Bodenreformland ) auf Pohlaer Flur. Der Vertrag wurde am 27.03.47 geschlossen und am gleichen Tag der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und der sich gebildeten Sparte Kleingärtner “Höhensonne” Schönbrunn abgeschlossen. Der Pachtzins betrug für ein Jahr 26,00 M und wurde in der gesamten Zeit des Bestehens der DDR nicht geändert.

Die Vermessung und die Aufteilung der Landfläche in 30 Gartenparzellen wurde durch den Dränagemeister, Herrn Ewald Rudolph, aus Neu-Schönbrunn durchgeführt. Pächter gab es genügend und waren ausschließlich Schönbrunner Bürger, denn Obst und Gemüse waren in der Nachkriegszeit Mangelware.

Die ersten Jahre des Bestehens der Gartensparte waren sehr hart: Geld war knapp und Material war Mangelware. Die Gartenanlage war durch keinen Außenzaun gesichert und Wildfrass schmälerte die Erträge. Trockenperioden brachten Misserträge, die damalige LPG Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ) half durch Bereitstellung von Wasser in großen Jauchewässern.

In den Jahren 1953 bis 1957 wurde der Außenzaun errichtet. Im Jahr 1955 erfolgte die Aufnahme des Vereins in den VKSK m Jahr 1964 wurde der Bau einer Wasserleitung beschlossen. Im Jahr 1966 wurde mit dem Bau der Wasserleitung begonnen. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung wurde das Vorhaben durchgeführt, im Objekt ( jetzt Eigentümer R. Richter ) wurde die Wasseranlage für den Kindergarten, das Haus von R. Richter und die Gartenanlage installiert und am 07.05.67 in Betrieb genommen. Um den Bau der Wasserleitung zu finanzieren nahm der Verein einen Kredit von 5.000,00 M auf.

Anfang der sechziger Jahre wurde ein Gemeinschaftsgarten mitAnbau von Beerenobst angelegt, der im Jahr einen Ertrag von 400,- m bis 500,- M Einnahmen erbrachten. Dieser wurde 1982 nach 16 Jahren aufgegeben, die Unterhaltung war nicht mehr rentabel.

Im Jahr 1983 konnten wir an die zentrale Wasserleitung angeschlossen werden, somit war das Problem Wasser entgültig geklärt.

Im Jahr 1982 äußerten ein Teil der Gartenfreunde den Wunsch die Gartenanlage an das Energienetz anzuschließen. Nur ca. 50 % der Gartenfreunde waren dafür. Aus der Vereinskasse konnte das Vorhaben nicht finanziert werden. Die Gartenfreunde, die den Energieanschluss wollten gingen in Vorfinanzierung und zahlten je 200,- M ein, die später aus der Vereinskasse zurückgezahlt wurden. Nach 3-jähriger Wartezeit wurden wir 1985 an das Stromnetz angeschlossen. Die Gartenanlage ohne Energieanschluss ist für jeden Gartenfreund heut unvorstellbar. Realisierbar war das Vorhaben nur mit dem Zuspruch der Gartenfreunde aus Bischofswerda.

Der Beitritt der DDR zur BRD 1989/1990 wurde für die Gartensparte ein Kampf mit dem Überleben:
Ein Teil der Gartenfreunde gaben auf, der Anbau von Gemüse und Obst war nicht mehr so gefragt, denn nun gab es ja alles in den “Supermärkten”. Erst in den Folgejahren wurde erkannt was Obst und Gemüse vor allem in Bio und Frische bedeutet und die Interesse einen Schrebergarten zu übernehmen wieder mehr Interesse entgegengebracht wird.
Das Land der Gartensparte wurde nach der Wende an den Besitzer, Frau Hildegard Ritter, zurückübereignet. Ein neuer Pachtvertrag wurde ausgehandelt, der bis gegenwärtig in Kraft ist, dafür danken wir Frau Ritter ganz herzlich.

Im Jahr 2007 traten wir dem Teritorialverband Kamenz bei.
Die Gartensparte Schönbrunn hat gegenwärtig:
23 Mitglieder
Z.z. hat die Gartenanlage 26 Gartenparzellen, davon sind 15 Gartenparzellen verpachtet. Ein Teil der Freifläche wird als Grünfläche gepflegt.


Interessenten für Gartenpachtung sind immer willkommen.